Der Europäische Wettbewerb ist Deutschlands ältester Schülerwettbewerb und bringt seit 1953 europäische Themen in die Schulen. Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen setzen sich kreativ, kritisch und ganz individuell mit Fragen auseinander, die Europa und ihre eigene Zukunft betreffen. Jährlich beteiligen sich bundesweit bis zu 80.000 Kinder und Jugendliche mit Bildern, Texten, Filmen, Collagen, Musik, Podcasts und vielen weiteren Ausdrucksformen.
Auch am Staatlichen Gymnasium „Am Lindenberg“ in Ilmenau hat der Europäische Wettbewerb eine lange und erfolgreiche Tradition. Immer wieder gelingt es Schülerinnen und Schülern unserer Schule, mit ihren künstlerischen Arbeiten bis auf Bundesebene Aufmerksamkeit zu erlangen und herausragende Auszeichnungen zu gewinnen.
74. Europäischer Wettbewerb: „Europa gerecht gestalten: Was kostet die Zukunft?“
Im Schuljahr 2026/27 geht der Europäische Wettbewerb bereits in seine 74. Runde. Das diesjährige Motto lautet:
„Europa gerecht gestalten: Was kostet die Zukunft?“
Im Mittelpunkt steht das Thema Wirtschaft. Dabei geht es um Fragen, die Kinder und Jugendliche unmittelbar betreffen: Wie fair sind unsere Konsumentscheidungen? Woher kommen Produkte? Wie können globale Lieferketten gerechter und nachhaltiger werden? Was bedeutet Wohlstand – und was ist uns unsere Zukunft wert? Auch die Arbeitswelt von morgen und Fragen nach Chancengerechtigkeit spielen eine wichtige Rolle.
Die 74. Runde bietet insgesamt 13 Aufgaben für vier Altersgruppen. Eine Besonderheit ist die offene Aufgabenform: In jedem Altersmodul gibt es eine Aufgabe, die lediglich einen Titel vorgibt und besonders viel Raum für eigene Ideen und kreative Interpretationen lässt. Ob Bild, Text, Video, Podcast, Comic, Musik, Poetry Slam oder eine andere künstlerische Form – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
Die Aufgaben der 74. Runde
Die vollständige Übersicht der Aufgabenstellungen ist auf der offiziellen Seite des Europäischen Wettbewerbs zu finden:
Zu den Aufgaben der 74. Runde – „Europa gerecht gestalten: Was kostet die Zukunft?“
Die Teilnahme ist für Schülerinnen und Schüler aller Schularten möglich. Die Beiträge können einzeln oder in Gruppen von bis zu vier Personen erarbeitet werden.
Erfolgreiche Tradition am Gymnasium „Am Lindenberg“
Dass sich die Teilnahme lohnt, zeigen die beeindruckenden Erfolge unserer Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wettbewerbsrunden.
In der 73. Runde des Europäischen Wettbewerbs konnte Johanna John einen Bundespreis mit Reisepreis erringen. Damit war eine besondere Erfahrung verbunden: Johanna nahm eine Woche lang an einem Seminar in Berlin mit verschiedenen Kunstworkshops teil und konnte dabei gemeinsam mit anderen Preisträgerinnen und Preisträgern neue künstlerische Erfahrungen sammeln und sich intensiv mit europäischen Themen auseinandersetzen.
Auch Leon Rauche war in der 73. Runde erfolgreich. Mit seiner Einreichung im Bereich Architektur wurde seine Arbeit von der Bundesjury als „Beste Arbeit“ im entsprechenden Modul ausgezeichnet. Auch diese Auszeichnung war mit einem Reisepreis verbunden.
Herausragender Erfolg in der 72. Runde
Bereits in der 72. Runde des Europäischen Wettbewerbs konnte Finnja Peppler einen außergewöhnlichen Erfolg für unsere Schule erzielen. Sie erhielt für ihr Werk zur Nahrungsmittelsicherheit in Europa die Auszeichnung „Beste Arbeit“ und wurde von der Bundesjury als beste Einreichung Deutschlands ausgezeichnet. Zusätzlich erhielt sie den Pokal des Europäischen Wettbewerbs.
Europa kreativ gestalten – eine Tradition, die weitergeht
Die Erfolge der vergangenen Jahre zeigen eindrucksvoll, welche Bedeutung der Europäische Wettbewerb für das Staatliche Gymnasium „Am Lindenberg“ hat. Die Schülerinnen und Schüler erhalten an unserer Europaschule, die Partnerschaften mit zahlreichen europäischen Schulen pflegt, die Möglichkeit, sich nicht nur theoretisch mit Europa auseinanderzusetzen, sondern eigene Gedanken, Fragen und Zukunftsvorstellungen kreativ auszudrücken.
Dabei verbindet der Wettbewerb künstlerisches Arbeiten mit politischer und gesellschaftlicher Bildung. Gerade diese Verbindung macht den Europäischen Wettbewerb zu einer besonderen Chance: Schülerinnen und Schüler können ihre eigenen Perspektiven einbringen, aktuelle europäische Herausforderungen hinterfragen und gleichzeitig ihre Kreativität weiterentwickeln.
Sibylle Eger-Pfützner
Fachlehrerin für Kunsterziehung, Russisch, DG und MBI
Verantwortliche für Öffentlichkeitarbeit
Fachkonferenzleiterin Kunsterziehung und DG
Landesbeauftragte des Europäischen Wettbewerbs Thüringen