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Vereint in Verschiedenheit

Erstes Erasmus + Treffen in Amiens/Frankreich

„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Das sagte der französische Schriftsteller Guy de Maupassant vor vielen Jahren. Ob die erste Begegnung im Rahmen des Erasmus + Projektes den Teilnehmern ein lebenswerteres Leben bescherte, kann jeder für sich selbst entscheiden. Eines steht jedoch fest, das Leben wurde durch diese Begegnung reicher an Erfahrungen, an Eindrücken und Erkenntnissen.

Mit Neugier und Spannung im Koffer reisten die Schüler und Lehrer unseres Gymnasiums vom 24.03.-29.03.2019 nach Amiens/Frankreich und trafen dort auch auf die Partnerschulen aus Sveio/Norwegen und Salo/Italien.

Bereits im Vorfeld lernten sich die Jugendlichen über soziale Netzwerke und Steckbriefe kennen.

Während die norwegischen und italienischen Partnerschulen die Reise per Flugzeug antraten, nutzen wir einen Kleinbus.

So ging es nicht auf direktem Weg nach Amiens, sondern zuerst nach Peronne, um dort einen Zwischenstopp zu machen und uns über die Schlacht an der Somme im 1.Weltkrieg zu informieren. Das Historial de la Grande Guerre und der Blick über die Schlachtfelder entwickelte bei den Schülern ein besseres Verständnis zur größten und verlustreichsten Schlacht des Krieges. Auch der Besuch eines deutschen Soldatenfriedhofes in Bourdon war für alle Teilnehmer ergreifend. Hinter jedem der 22.216 Grabkreuze aus dem 2. Weltkrieg stecken Schicksale, die viel Trauer und Schmerz brachten. Der Wahnsinn zweier Kriege zeigte sich deutlich in beeindruckender Art und Weise, die Vorstellungskraft wird allerdings niemals ausreichen, um das Geschehene in seinem ganzen Schrecken zu erfassen.

 

In Amiens angekommen, trafen die Mädchen und Jungen auf ihren gastgebenden Partner. Sehr unterschiedlich erzählten sie am nächsten Morgen von ihrem ersten Abend in der französischen Familie, dem anderen Essen, der anderen Sprache, dem anderen Haus und den anderen Gewohnheiten.

Die gegenseitige Zurückhaltung sollte sich aber bald auflösen.

 

Die französischen Gastgeber organisierten und gestalteten ein abwechslungsreiches und interessantes Programm. Die spannende Stadtralley durch Amiens war anstrengend und sehr lehrreich für alle. In internationalen Gruppen besuchte man die markanten Punkte der Stadt immer im Vergleich zum eigenen Land.

Die Kathedrale Notre Dame d’Amiens  und das Jules Verne-Haus waren dabei besondere Highlights. Beeindruckt waren alle auch von der grandiosen Idee des ersten sozialen Wohnungsbaus der Moderne, dem Familistère von Guise. Was alles möglich ist, wenn man Menschen mit Respekt begegnet und ihre Würde achtet, zeigte bereits Jean-Baptiste André Godin in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

 

Als Gesamtergebnis stellten alle Schüler gemeinsam ein Riesenpuzzle her. So wurden alle Themen auf eine wunderbare Art verbunden und das Erlebte dargestellt. Eins der 11 Teile allerdings blieb weiß. Es symbolisierte die Zukunft der Jugendlichen und wie sie diese gestalten, liegt ganz allein in ihrer Verantwortung und ihren Händen. Das Puzzle wurde am letzten Tag im Rathaus von Amiens präsentiert.

 

Ein ganz anderes und sehr spaßiges Event fand am Mittwochabend statt. Alle Teilnehmer probierten sich in traditionellen Spielen der Picardie aus und lernten sich dadurch noch besser kennen. Freude und Fröhlichkeit, Spaß und Lockerheit standen im Mittelpunkt des Zusammenseins. Und ein solches kann gut gelingen, wenn man sich dem Anderen öffnet und ohne Vorurteile aufeinander zugeht.

Gab es zu Beginn der Begegnung noch einige Kontaktschwierigkeiten, so wollte man sich am Ende kaum trennen.

Das Treffen in Amiens war ein gelungener Auftakt für das gemeinsame Erasmus+ Projekt „Wohngemeinschaft Europa-Leben unter einem Dach“.

Alle freuen sich auf die weiteren Treffen und erinnern sich gerne an die Tage in Amiens.

Und garantiert gehört zu einer mitgebrachten Erfahrung, dass man die Fremdsprache noch besser lernen muss…

DANKE AMIENS!

Erasmus-Team Amiens